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Island: Dashboard zum Wohlbefinden und zur Lebensqualität von Kindern (2019) |
Zwar werden in Island 60 % des Kommunalbudgets in Kinder und ihre Familien investiert. Jedoch kommen diese Investitionen in den seltensten Fällen den am stärksten von Missbrauch gefährdeten Kindern zugute oder solchen, die von sozialer Ausgrenzung und traumatischen Kindheitserfahrungen betroffen sind, obwohl gerade diese Faktoren das Wohlergehen von Kindern und ihre Entwicklung beeinflussen.
Der Mangel an Investitionen für Präventivmaßnahmen führt zu höheren langfristigen Kosten für die Gesellschaft und macht fast 3 % des Bruttoinlandsproduktes aus. Damit ihre Investitionen mehr zielgerichtet sind, benötigen Kommunalregierungen Instrumente, um Ungleichheiten in Bezug auf das Wohl von Kindern besser aufdecken und messen zu können.
Griechenland: Stärkung der integrativen Bildung (2021) |
In Griechenland sehen sich Kinder schutzbedürftiger Gruppen, wie zum Beispiel Roma- oder Flüchtlingskinder, Kinder mit Behinderung oder Förderbedarf und Pflegekinder, beim Zugang zu qualitativ hochwertiger Bildung beträchtlichen Zugangshürden gegenüber. Trotz Griechenlands Engagement, freie, staatlich finanzierte Bildung für alle Kinder anzubieten, wird diesen Gruppen aufgrund verwaltungsbedingter Erschwernisse, Transportproblemen und Schulplatz-Zulassungsregelungen der Zugang zu Bildung verwehrt. Des Weiteren erschweren die mit Bildungsangebot und Schultransport verbundenen Kosten diese Herausforderungen, vor allem in ländlichen Gebieten, wo Schulbesuch und -anwesenheit mangels gut strukturierten Schultransports in Mitleidenschaft gezogen wird. Darüber hinaus liegen keine umfassenden aufgeschlüsselten Daten zur Zahl der Schulabgänger ohne Abschluss sowie zur Verteilung der Schulplätze vor, wodurch es den Bildungspolitikern erschwert wird, diese Hindernisse voll zu erfassen und Ressourcen effektiv zu verteilen.