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kinderrechte.de – Das Praxisportal für Fachkräfte
Bildungsorte sollten immer auch Kinderrechteorte sein! Deswegen unterstützen wir verschiedene Bildungseinrichtungen bei der Umsetzung und Vermittlung von Kinderrechten im Alltag.
Mit dem Programm „Kinderrechte-Landschaften“ will das Deutsche Kinderhilfswerk erreichen, dass die Kinderrechte auf dem Bildungsweg von Kindern von 3-10 Jahren durchgängig eine Rolle spielen. Bereits in der Kita lernen die Kinder ihre Rechte kennen und können sie im Alltag erleben. Auch nach dem Übergang in die Grundschule werden sie im Sinne der UN-Kinderrechtskonvention gefördert, geschützt und beteiligt. Und nicht nur hier, sondern ebenso in ihrer Freizeit sind die Kinderrechte für sie spürbar – sei es beim Trainieren im Sportverein, beim Engagement in der Freiwilligen Feuerwehr, beim Musizieren in der Musikschule oder beim Spielen und Experimentieren im offenen Kinder- und Jugendtreff.
Die Bildungsorte in einem Sozialraum arbeiten gemeinsam an einem Ziel: Alle Kinder sollen ihre Rechte kennen und erleben, dass diese überall gelten. Mit dem Programm zielen wir also auch auf den Aufbau von starken Partnerschaften für Kinderrechte, die gemeinsam für Kinder und deren Rechte einstehen und zur Bekanntmachung der UN-Kinderrechtskonvention beitragen.
Kitas, Schulen und außerschulische Bildungsorte können maßgeblich dazu beitragen, Kinderrechte umzusetzen und zu vermitteln. Sie sind zentrale Orte für Kinder, an denen sie viel Zeit verbringen, lernen, spielen und das Miteinander gestalten. Und als solche zentralen Orte haben sie sowohl eine Verantwortung als auch großes Potential, Kinderrechte von Anfang an erfahrbar zu machen.
Für eine umfassende und nachhaltige Kinderrechtebildung reicht es nicht aus, wenn Bildungseinrichtungen Kinderrechte bei Projekttagen oder gelegentlich im Jahresablauf ansprechen. Stattdessen sollten Kinderrechte als durchgängiges Prinzip in alle pädagogischen Bereiche integriert werden– vom Kita-Alltag über den Schulunterricht bis zu Angeboten der offenen Kinder- und Jugendarbeit. Eine solche Kinderrechtebildung hat das Ziel, dass Kinder ihre Rechte in unterschiedlichen Kontexten und auf ihren Alltag bezogen kennenlernen. Gleichzeitig sollen sie aber auch erleben, dass sie im Sinne ihrer Kinderrechte gefördert, beteiligt und geschützt werden. Und sie sollen darin bestärkt werden, sich für die eigenen Rechte und die Rechte anderer Kinder einzusetzen.
Gerade in Zeiten gesellschaftlicher Umbrüche, wachsender Unsicherheiten und zunehmender Herausforderungen für junge Menschen ist es besonders wichtig, Kinder und Jugendliche in ihrer Selbstwirksamkeit zu stärken. Kinderrechtebildung hat das Potential, zentrale Werte zu vermitteln und Räume zu schaffen, in denen Kinder ernst genommen werden, mitbestimmen können und erleben, dass ihre Meinung zählt. Das ist nicht nur ein Beitrag zur Persönlichkeitsentwicklung jedes einzelnen Kindes, sondern auch zur Stärkung einer demokratischen Gesellschaft.
Angebot
Wir unterstützen mit dem Programm Kinderrechte-Landschaften eine lebensnahe, ganzheitliche und durchgängige Kinderrechtebildung vor Ort u.a. durch Vernetzung und Qualifizierung der jeweiligen Bildungseinrichtungen eines Sozialraums. Dafür begleiten wir Fachkräfte und Einrichtungen dabei, Kinderrechte in der pädagogischen Arbeit sichtbar und erlebbar zu machen – sowohl in der eigenen Einrichtung als auch gemeinsam mit anderen Bildungsorten. In mehreren Modellregionen unterstützen wir u.a. Kinderrechte-Kitas und -Schulen auf ihrem gemeinsamen Weg: mit Vernetzungsangeboten, vielfältigen Praxismaterialien, gemeinsamen Aktionstagen, Fortbildungen und fachlicher Begleitung. Ab 2027 sollen noch weitere Bildungseinrichtungen dazu kommen.
Im Modellprojekt „Kinderrechteschule“ begleitete das Deutsche Kinderhilfswerk von 2013 bis 2023 Schulen auf dem Weg zu mehr Kinderrechten in ihrer Einrichtung und zeichnete sie mit dem Siegel „Kinderrechteschule“ aus. Die Schulen sind weiterhin in unserem Netzwerk und dem nachfolgenden Programm “Kinderrechte-Landschaften” aktiv und setzen die Kinderrechte in ihrem Schulalltag um.
Seit 2025 begleitet das Deutsche Kinderhilfswerk im Programm „Kinderrechte-Landschaften“ zehn Kitas über den Zeitraum von 1,5 Jahren auf dem Weg zu mehr Kinderrechten in ihrer Einrichtung. Die Kitas erhalten eine Qualifizierung, Materialien und Beratung und setzen die Kinderrechte in ihrer Praxis um. Nach erfolgreicher Umsetzung des Qualifizierungsprogramms zeichnet das Deutsche Kinderhilfswerk die Kitas mit dem Siegel „Kinderrechte-Kita“ aus.
Aktuell können wir keine neuen Einrichtungen in unser Qualifizierungsprogramm aufnehmen. Sie können sich jedoch schon jetzt auf eine Interessent*innenliste für das neue Qualifizierungsprogramm ab 2027 setzen lassen. Bis dahin nutzen Sie gern unser vielfältiges Angebot für interessierte Bildungseinrichtungen.
Sie möchten mehr über Kinderrechte in Kita, Schule und Hort erfahren? Schauen Sie auf unseren Wissensseiten unter Fachgebiete nach. Sie interessieren sich für die Thematik und möchten Ihr Fachwissen erweitern? Wir haben die geeigneten Fortbildungen für Sie!