Bildungseinrichtungen tragen Verantwortung für Kinderrechte
Kitas, Schulen und außerschulische Bildungsorte können maßgeblich dazu beitragen, Kinderrechte umzusetzen und zu vermitteln. Sie sind zentrale Orte für Kinder, an denen sie viel Zeit verbringen, lernen, spielen und das Miteinander gestalten. Und als solche zentralen Orte haben sie sowohl eine Verantwortung als auch großes Potential, Kinderrechte von Anfang an erfahrbar zu machen.
Kinderrechte im Alltag erlebbar machen
Für eine umfassende und nachhaltige Kinderrechtebildung reicht es nicht aus, wenn Bildungseinrichtungen Kinderrechte bei Projekttagen oder gelegentlich im Jahresablauf ansprechen. Stattdessen sollten Kinderrechte als durchgängiges Prinzip in alle pädagogischen Bereiche integriert werden– vom Kita-Alltag über den Schulunterricht bis zu Angeboten der offenen Kinder- und Jugendarbeit. Eine solche Kinderrechtebildung hat das Ziel, dass Kinder ihre Rechte in unterschiedlichen Kontexten und auf ihren Alltag bezogen kennenlernen. Gleichzeitig sollen sie aber auch erleben, dass sie im Sinne ihrer Kinderrechte gefördert, beteiligt und geschützt werden. Und sie sollen darin bestärkt werden, sich für die eigenen Rechte und die Rechte anderer Kinder einzusetzen.
Kinder stark machen – Demokratie mitgestalten
Gerade in Zeiten gesellschaftlicher Umbrüche, wachsender Unsicherheiten und zunehmender Herausforderungen für junge Menschen ist es besonders wichtig, Kinder und Jugendliche in ihrer Selbstwirksamkeit zu stärken. Kinderrechtebildung hat das Potential, zentrale Werte zu vermitteln und Räume zu schaffen, in denen Kinder ernst genommen werden, mitbestimmen können und erleben, dass ihre Meinung zählt. Das ist nicht nur ein Beitrag zur Persönlichkeitsentwicklung jedes einzelnen Kindes, sondern auch zur Stärkung einer demokratischen Gesellschaft.