Schulen sind nicht nur Orte des Lernens, sondern auch zentrale Lebensorte für Kinder. Hier verbringen sie einen großen Teil ihres Alltags und somit ihrer Kindheit. Hier entwickeln sie ihre Persönlichkeit und ihre Fähigkeiten und sammeln wichtige soziale Erfahrungen. Aufgabe von Schule ist es, sie dabei zu begleiten und bestmöglich auf ein selbstständiges Leben vorzubereiten. Dazu gehört auch, den Kindern zu vermitteln, welche Rechte sie haben, wie sie sich für diese einsetzen und dafür Verantwortung übernehmen können.
Ein Schulalltag, in dem die Kinderrechte umgesetzt sind, bedeutet: Das Wohl des Kindes steht immer an erster Stelle. Kinder sind im Alltag vor Gewalt und Diskriminierung geschützt, werden optimal auf ihrem Bildungsweg gefördert und sind an Entscheidungen rund um das Schulleben beteiligt. Und eine solche Umsetzung von Kinderrechten in Schulen zahlt sich aus: Wenn Kinderrechte nicht nur theoretisch vermittelt, sondern auch gemeinsam gelebt werden, hat das positive Auswirkungen auf die Kinder und das Lernklima: Hier fühlen sich Kinder eher wohl, ernst genommen und wertgeschätzt. An einem für sie so zentralen Ort wie der Schule werden sie somit nachhaltig darin bestärkt, selbst für ihre Rechte – und die anderer Menschen – einzutreten.
„Wenn wir es hier bei uns an der Schule nicht schaffen, dass Kinderrechte wichtig sind, wie soll es dann auf der ganzen Welt klappen?“
Tijen, 6. Klasse, Löcknitz-Grundschule Berlin