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In einem Briefkasten werden Wunsch-, Kritik- und Meckerzettel von Kindern und Jugendlichen einer Gemeinde gesammelt und an die Verantwortlichen weitergeleitet.
Vorbemerkungen:
Wichtig ist zunächst die Bekanntmachung des Wunsch- und Meckerkastens.
Damit der Kasten auch rege genutzt wird, müssen verschiedene Informationen unter die Leute, insbesondere unter die Kinder und Jugendlichen gebracht werden, z.B.:
Die Weitergabe der Informationen kann durch verschiedene Medien geschehen, z. B.
Bei der Gestaltung dieser Handzettel, Plakate usw. sollte auf eine kind- und jugendgerechte Sprache und ein ansprechendes Layout geachtet werden. Es bietet sich an, für Kinder und Jugendliche verschiedene Entwürfe anzufertigen.
Ob der Wunsch- und Meckerkasten von den Kindern und Jugendlichen angenommen wird, hängt besonders in der Anfangszeit entscheidend von der Bekanntmachung dieses Angebots ab. Es empfiehlt sich in jedem Fall eine Zusammenarbeit mit den Schulen sowie Kinder- und Jugendeinrichtungen in der Umgebung.
Die Mitarbeiter*innen dieser Einrichtungen können durch ihren persönlichen Kontakt die Kinder und Jugendlichen am ehesten zur Nutzung des Wunsch- und Meckerkastens motivieren. Für die Anlaufphase kann auch ein Formblatt entworfen werden, auf das die Kinder und Jugendlichen ihre Kritik schreiben. Die Formblätter werden an Schulen, Kinder- und Jugendeinrichtungen verteilt und helfen oft, erste Hemmungen zur Nutzung des Wunsch- und Meckerkastens zu überwinden.
1. Die Kinder und Jugendlichen schreiben ihre Wünsche und Kritik auf und werfen die Zettel in den Wunsch- und Meckerkasten.
2. Der Wunsch- und Meckerkasten wird regelmäßig zu bekannten Terminen geleert.
3. Die Wunsch-, Kritik- und Meckerzettel werden von den Verantwortlichen gesichtet und ausgewertet.
4. Die Stellungnahmen werden an die jeweils verantwortliche Stelle weitergeleitet, die nach Möglichkeit Maßnahmen einleiten, die diese Hinweise berücksichtigen.
5. In regelmäßigen Abständen geben die für den Wunsch- und Meckerkasten Verantwortlichen eine Information an die Kinder und Jugendlichen.
Die Rückmeldung sollte eine Zusammenfassung der eingegangenen Kritik und ggf. der daraufhin eingeleiteten Maßnahmen enthalten. Diese Informationen können in der Zeitung veröffentlicht oder als Brief an die Kinder- und Jugendeinrichtungen geschickt und dort an die Kinder und Jugendlichen weitergegeben werden. In manchen Fällen kann es sich auch anbieten, Kinder und Jugendliche persönlich anzuschreiben.
Für welche Situationen geeignet?
a) um kontinuierlich Meinungsbilder von den Kindern und Jugendlichen einer Gemeinde zu erhalten
b) um die Themen herauszubekommen, die gerade bei den Kindern und Jugendlichen aktuell sind
c) um einen Dialog zwischen Erwachsenen und Kindern und Jugendlichen vorzubereiten
d) um Themen für Beteiligungsprojekte herauszufinden, an denen Kinder und Jugendliche Interesse haben
e) gut geeignet für die Vorbereitung von Kinder- und Jugendsprechstunden
Vorteile: Problemradar, breite Ideensammlungen
Nachteile: ohne begleitende Maßnahmen (ständige Werbung, Bekanntgabe von Ergebnissen usw.) und Pflege dieses Instrumentes teilweise zu geringe Wirkung
keine
Damit die Kinder und Jugendlichen kontinuierlich den Wunsch- und Meckerkasten nutzen, ist es wichtig, dass sie erfahren, was mit ihrer Kritik und ihren Anregungen geschieht. Sie müssen erkennen, dass ihr Wort bei Entscheidungen, die in der Gemeinde/Institution getroffen werden, ernstgenommen und berücksichtigt wird.
Die Methode eignet sich auch für die Schule. Die Bearbeitung der gesammelten Botschaften können Gremien sowohl auf Klassenebene als auch auf Jahrgangs oder Schulebene übernehmen.
kein Beispiel vorhanden