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Schreibmeditation
Stummes Schreibgespräch

4 - 20 Personen
10 - 99 Jahre
ca. 30 Minuten

Kurzbeschreibung

Alle Teilnehmer*innen gehen um eine große Papierbahn herum, auf der Themen, Thesen und Impulse notiert sind. Jede*r schreibt seine Meinung dazu auf, wodurch andere angeregt werden und antworten. Es entsteht ein "Gruppen-Schreibgespräch". Auch zur Auswertung und als Feedback geeignet.

Durchführung

Diese Methode eignet sich sehr gut, um in ein Thema einzusteigen. Durch die große thematische Offenheit ist sie jedoch vielfach einsetzbar, beispielsweise auch zur Veranstaltungbewertung.

1. Die Moderation hat auf einem langen Tisch eine Tapetenbahn mit der freien Seite nach oben ausgelegt. Darauf sind räumlich verteilt verschiedene Fragen, Themen, Aussagen oder andere Impulse geschrieben.

2. Nun gehen die Teilnehmer*innen mit Stiften um den Tisch herum. Jede Person, die etwas zu den Impulsen äußern möchte, schreibt einen kurzen Satz, einen Kommentar, ein Argument usw. unter das Stichwort. Die anderen lesen das Geschriebene, antworten, nehmen Stellung dazu oder setzten weitere Aspekte hinzu. Auch Fragen sind möglich.

3. Sprechen ist während des so entstehenden "Schreibgesprächs" nicht erlaubt.

4. Nach einer vorher festgesetzten Frist oder wenn der Schreibfluss abgeebbt ist, endet die "Schreibmeditation".

5. Nun haben alle noch einmal Zeit, sich die Ergebnisse anzuschauen, Fragen zu stellen und sich zu verständigen.

Hinweise zur Durchführung

Die Stichworte sollten weit auseinander stehen, damit an mehrern Orten und zu mehreren Stichworten gleichzeitig diskutiert werden kann. Bei großen Gruppen können auch mehrere Papiebahnen bzw. einzelne Plakate auf verschiedenen Tischen verteilt angeboten werden, damit kein "Schreibstau" entsteht.

Varianten

Variante 1: siehe "Schreibdiskussion"

Material

  • eine Tapetenbahn
  • Stifte für alle Teilnehmer*innen
  • eine Tapeziertisch (oder eine lange Tischreihe)
  • evtl. Hintergrundmusik

Pädagogischer Hinweis

Ein großer Vorteil dieser Methode ist, dass festgefügte Kommunikations- und Diskussionsmuster aufgebrochen werden. Auch Teilnehmer*innen, die im mündlichen Gespräch eher zurückhaltend sind, werden aufgefordert, sich zu beteiligen.

Sonstiges

keine Angaben

Beispiel

kein Beispiel vorhanden