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Die Methode hilft, aus vielen verschiedenen Vorschlägen einen herauszufiltern.
Alle notieren ihre drei bevorzugten Lösungen. Nun wird sich zu zweit nach kurzer Diskussion auf drei gemeinsame Vorschläge geeinigt. Diese werden nun zu viert diskutiert, bis wieder nur drei Vorschläge übrig bleiben, usw.
1. Die Gruppe hat viele Vorschläge gesammelt (z.B. mithilfe der 6-3-5-Methode oder einem Ideensprint). Nun soll eine Entscheidung getroffen werden.
Die Leitung erklärt die Vorgehensweise.
2. Jede*r Teilnehmer*in erhält einen Zettel mit drei leeren Zeilen. Hier sollen favorisierte Vorschläge aus der Fülle der gesammelten Vorschläge eingetragen werden.
3. Nun finden sich die Teilnehmer*innen in Paaren zusammen, stellen ihre Vorschläge vor und diskutieren. Ziel ist es, nach Ablauf einer bestimmten Frist zu drei gemeinsamen Vorschlägen zu kommen.
4. Die Paare finden sich in Vierergruppen (oder Sechsergruppen - je nach Gruppengröße) zusammen. Wiederum wird diskutiert und nach einer Einigung und drei gemeinsamen Vorschlägen gesucht.
5. Dieses Verfahren setzt sich so lange fort, bis sich alle Teilnehmer*innen in zwei Gruppen gegenüberstehen, also die Gesamtgruppe aus sechs Vorschlägen wiederum drei gemeinsame auswählt.
6. Die letzten drei Vorschläge können erneut diskutiert und anschließend mit Punkten bewertet werden. Auch einfache Abstimmungsverfahren wie Handzeichen können zur "letzten" Entscheidung verwendet werden.
Beispiel: 36 Teilnehmer*innen
Es bietet sich an, die Vorschläge auf einer Pinnwand nach jeder Runde anzupinnen. So kann die Pyramidenstruktur der Diskussion und der Entscheidung deutlich werden. Auf der untersten Ebene befinden sich bei 16 Teilnehmer*innen also 16 Zettel mit je drei Vorschlägen. Auf der zweiten Ebene befinden sich nur noch acht Zettel. Auf der dritten sind es vier, auf der vierten dann zwei und schließlich in der "Spitze der Pyramide" nur noch ein Zettel mit drei Vorschlägen. So wird der demokratische Einigungsprozess sichtbar und für alle begreifbar.
Variante 1: Anstatt zur Entscheidungsfindung kann diese Lawinenstruktur auch zur Themensammlung und zum Erarbeiten von Gemeinsamkeiten verwendet werden. Dann wird anfangs lediglich ein Impuls bzw. eine Fragestellung vorgegeben.
Dieses Verfahren trägt zur Entwicklung der sozialen und kommunikativen Fähigkeiten der Teilnehmer*innen bei. Argumentationsfähigkeiten werden geschärft und das Problem bzw. die Lösung vertieft reflektiert.
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