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Mit Hilfe des Entscheidungskreises werden gesammelte Ideen und Vorschläge anhand verschiedener Kriterien auf ihre Umsetzbarkeit geprüft. In sechs Entscheidungsringen wird zu jedem Vorschlag jeweils eine Prüffrage gestellt. Bei positiver Beantwortung rückt der Vorschlag einen Ring weiter.
Prüffragen:
Mit einem Spiel teilt die Moderation die Gruppe in Kleingruppen mit jeweils 3 bis 7 Teilnehmer*innen. In jeder Kleingruppe sind sowohl Kinder, Jugendliche als auch Erwachsene vertreten. Jede Kleingruppe bekommt eine Moderator*in zur Seite gestellt, die insbesondere im Auge behalten, dass auch die Kinder in den Kleingruppen zu Wort kommen, die Moderation fungiert in den Kleingruppen also auch als "Anwalt der Kinder".
Eine Moderator*in breitet die Plane mit den konzentrischen Ringen in der Mitte des Raumes aus. Die Person liest die vorbereiteten Prüffragen auf den DIN A5-Blättern vor und legt sie von außen nach innen in die konzentrischen Ringe auf die Folie.
So stehen am äußersten Ring die Fragen:
In der Mitte, im Zentrum, liegen die Fragen:
sowie die analoge Formulierung für Erwachsene:
Jede Kleingruppe bekommt nun einen Stapel mit Ideenkarten und den Auftrag, jede einzelne Idee durch die Entscheidungsfragen im Kreis zu prüfen. Die Ideenkarten bleiben in der Hand der Kleingruppenmoderation und werden nacheinander gemeinsam von der Gruppe geprüft.
Dafür legt die Moderator*in die Ideenkarten an den äußeren Ring. Jede Ideenkarte muss nun die "Hürden" (die Prüffragen) in den Ringen überwinden.
Weitergearbeitet wird nur mit den Ideenkarten, die alle "Hürden" überwunden haben und bis in die Mitte des Entscheidungskreises gelangt sind, also nur mit den Ideen und Vorschlägen, von denen alle in der Gruppe der Meinung sind, sie seien auf jeden Fall im Dorf umsetzbar. Auch wenn es sich hier um eine sehr grobe Auswahl handelt, sollte die Entscheidung fachlich stimmen.
Die Moderator*innen müssen gegebenenfalls helfen, kontrollieren und deshalb fachkundig sein. Zusätzlich ist ein "Jury-Expert*innencheck" möglich.
Die Ideenkarten, die die Hürden des Entscheidungskreises nicht überwunden haben, werden gut sichtbar an die Pinnwände geheftet.
Zum Schluss, nach der Prüfung aller Ideenkarten, liest eine Moderator*in die herausgefallenen Karten an den Pinnwänden laut vor. Sobald eine Teilnehmer*in nicht damit einverstanden ist, dass diese Idee "herausfallen" soll, wird laut "Stop!" gerufen - und es wird über diese Idee noch einmal im Plenum diskutiert (eventuell unter Einbeziehung der Expert*innen-Jury).
Oftmals lohnt es sich, die herausgefallenen Ideenkarten zu einem späteren Zeitpunkt noch einmal zu bearbeiten.
So würde zum Beispiel die Idee "ein Kino im Dorf" beim Entscheidungskreis in vielen Fällen an der Finanzierungsfrage scheitern. Die Kernidee, die jedoch dahinter steckt, gemeinsam mit anderen auf einer großen Leinwand Filme anzuschauen, könnte auf die eine oder andere Weise in fast jedem Dorf realisiert werden. Nach dem Entscheidungskreis kann in Arbeitsgruppen an den verschiedenen Ideen und Projekten weitergearbeitet werden.
Siehe auch: Entscheidungsworkshop Jetzt-Bald-Später-Matrix