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Die Lobby für das Recht auf Spiel

Erfahren Sie, wie das Bündnis durch Vernetzung und Öffentlichkeitsarbeit Spielräume und Spielkulturen für Kinder stärkt und sich politisch für ihr Recht auf Spiel einsetzt.

Bündnis Recht auf Spiel

Das Bündnis Recht auf Spiel ist eine Initiative des Deutschen Kinderhilfswerkes. Seit 2008 engagieren sich in dem deutschsprachigen, interdisziplinären Netzwerk Menschen für vielfältige Themen rund um das Recht auf Spiel und bilden gemeinsam eine starke Lobby.

Das Bündnis Recht auf Spiel

  • stellt das Recht auf Spiel, wie es in der UN-Konvention für die Rechte des Kindes festgeschrieben ist, aus verschiedenen Perspektiven öffentlich dar,
  • tritt dafür ein, die Spielwelten und Spielkulturen von Kindern und Jugendlichen aufzubauen, zu verbessern, zurückzugewinnen und zu sichern,
  • will durch Vernetzung, Beratung und Öffentlichkeitsarbeit dazu beitragen, das Recht auf freies Spiel in Deutschland politisch durchzusetzen und vor Ort mit vielen Partnerinnen und Partnern auch konkret zu verwirklichen.

Lasst Kindern SpielRaum

Das Deutsche Kinderhilfswerk hat für das Bündnis Recht auf Spiel einen kurzen Film produziert. Schauen Sie sich das kurze Video an und tragen Sie die Botschaft mit in Ihre Arbeit. 

Unsere Mitwirkenden: Gemeinsam für Kinder und Jugendliche

In diesem Netzwerk haben sich Fachkräfte unterschiedlicher Berufe, Institutionen und Organisationen zusammengeschlossen, um gemeinsam mit engagierten Privatpersonen eine Lobby für Kinder und Jugendliche zu bilden. Dazu zählen Planende aus Behörden oder Planungsbüros, Pädagog*innen aus Bildungseinrichtungen oder Interessenvertretungen ebenso wie Elterninitiativen oder gemeinnützige Vereine. 

Zu den engagierten Mitwirkenden zählen u.a.

  • Die Deutsche Sportjugend
  • Die Kinderfreundlichen Kommunen e.V.
  • Der Bund der Jugendfarmen und Aktivspielplätze
  • Der Bundesverband der Amateurtheater
  • Der ABA-Fachverband/ Gruppe Draußenspiel
  • Die BAG Spielmobile
  • Die BAG Haltungs- und Bewegungsförderung
  • Das Institut für urbane Bewegungskulturen e.V. (an der Uni Hamburg)
  • Spiellandschaft Stadt e.V. (München) und SpielLandschaftStadt e.V. (Bremen)
  • Das Netzwerk Kinderfreundliche Stadt e.V. (Fürth)
  • Der Deutsche Kinderschutzbund Elmshorn
  • Die Kölner Jugendzentren
  • Das Planungsbüro Stadtkinder
  • Spielplatztreff
  • Die Hersteller SIK-Holz, die Berliner Seilfabrik und KOMPAN
  • Die Kinder- und Jugendfarm Offenbach und die Sportpiraten Flensburg
  • Fratz Graz
     

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Unsere Grundlage: General Comment Nr. 17

Durch den UN-Ausschuss wurde bereits 2013 festgestellt, dass das Recht auf Spiel weltweit nicht der UN-Kinderrechtskonvention entsprechend umgesetzt wird. Kindern fehlen Zugänge, Möglichkeiten, Freiräume und freie Zeit zum nicht reglementierten Spiel. Er klagt an, dass die Aneignung eines eigenständigen Kulturausdruckes, Rechte der gesellschaftlichen Teilhabe sowie Freiheit in Zeit-, Rückzugs- und Raumgestaltung nicht für jedes Kind gegeben seien. Vor allem soziale Randgruppen und Marginalisierte seien von bestimmten Angeboten und Privilegien ausgeschlossen.

Das Deutsche Kinderhilfswerk hat zusammen mit Mitwirkenden aus dem Bündnis Recht auf Spiel folgende vier thematische Kernbereiche identifiziert, um spezifische Defizite und Handlungsforderungen in Deutschland benennen zu können:

  1. Natur im Zeitalter des technischen Fortschritts
  2. Bildungs- und Betreuungseinrichtungen
  3. Städte- und Gemeindeplanung
  4. Kultur

Vor allem mangelnde Teilhaberechte, die fehlende Bekanntmachung der UN-Kinderrechtskonvention und gesellschaftliche Probleme wie Diskriminierung und Kinderarmut bedingen auch für das Recht auf Spiel konkreten Handlungsbedarf in Deutschland. Das Recht auf Spiel ist auf Landes- und Kommunalebene zu verankern, um so bessere finanzielle und gesellschaftliche Voraussetzungen für das freie Spiel für alle Kinder zu schaffen. 

Sie finden hier unsere 

Internationale Vernetzung

Das Bündnis Recht auf Spiel versteht sich als deutsche Sektion der Internationalen Vereinigung für das Recht des Kindes zu Spielen (IPA ), dem weltweiten Forum für die Umsetzung des § 31 der UN-Kinderrechtskonvention: Global denken, lokal handeln! Auf jährlichen weltweiten Treffen und auch im digitalen Raum vernetzen sich die Engagierten untereinander und inspirieren sich gegenseitig.

Anlässlich der Erstellung des General Comment zum Recht auf Spiel hat die IPA diesen eindrücklichen Film über das Recht auf Spiel erstellt.

Unsere Aktivitäten: Engagement für den Weltspieltag und Kinderlobbyarbeit

Die Mitwirkenden teilen die gemeinsamen Positionen und bringen sie in ihre Gremienarbeit und Lobbygespräche ein, vernetzen sich mit anderen Mitwirkenden und initiieren gemeinsame Projekte und Veranstaltungen. Als zentrale Veranstaltung bereiten sie gemeinsam den jährlichen Weltspieltag vor und führen ihn vor Ort durch.

Weltspieltag: Aktionen vor Ort für das Recht auf Spiel

Am 11. Juni, dem UN-"Day of Play", machen Schulen, Kitas und Vereine mit Aktionen auf das Recht auf Spiel aufmerksam. Das Deutsche Kinderhilfswerk unterstützt mit Materialien und Öffentlichkeitsarbeit.

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Appell: Rettungsschirm für Kinder und Jugendliche

Ein Bündnis von 200 Organisationen, Fachkräften und Wissenschaftler*innen fordert im Appell (Dez. 2024) eine zukunftsfähige Kinder- und Jugendpolitik – mit starken Rechten, Bildung, offenen Angeboten und Beteiligung. Unterzeichner: u. a. DKHW, AWO, BAG OKJA, Spielmobile e. V.

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Aufruf

Bündnismitglied werden

Das Bündnis freut sich über weitere Mitwirkende, die gemeinsam mit uns das Recht auf Spiel stärken möchten. Bei Interesse an einer Mitwirkung und der Vernetzung mit Gleichgesinnten, melden Sie sich gern an. Ein einfacher Mitgliedsantrag genügt zum Eintritt und ist mit keinen weiteren Auflagen verbunden.

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