kinderrechte.de – Das Praxisportal für Fachkräfte
Regelmäßige Sprechstunden, bei denen Kinder und Jugendliche gegenüber Gemeindeverantwortlichen (Bürgermeister*innen, Politiker*innen usw.) ihre Fragen, Wünsche, Kritik und Vorschläge vorbringen können.
1. Klärung der Rahmenbedingungen
a) Soll die Sprechstunde eher eine "kleine" Form haben (z.B. traditionelles Gesprächsangebot für einzelne Kinder und Jugendliche zu bestimmten Zeiten im Rathaus), eher den Charakter einer Bürger*innenfragestunde im kommunalen Parlament oder auch im Jugendparlament haben, oder soll die Sprechstunde eine offene Veranstaltung sein, zu der alle Kinder und Jugendlichen kommen können, die Lust haben (evtl. Eingrenzung nach Wohnort, Alter)?
b) Sollen bestimmte Kinder oder Jugendliche gezielt eingeladen werden (z.B. Sprechstunden für verschiedene Klassen)?
c) Soll eine Mischform gewählt werden: Eine gezielte Einladung an das Jugendparlament und gleichzeitig eine Einladung an alle Interessierten über Zeitung, Handzettel usw.
2. Bekanntmachung des neuen Angebots
Mit allen relevanten Informationen über Presse, Handzettel, Plakate und wenn möglich durch persönliche Gespräche in Kinder- und Jugendeinrichtungen wird das Angebot vorgestellt.
3. Einladung und Vorbereitung der ersten Sprechstunde
4. Durchführung der Sprechstunde
Wie eine Kinder- und Jugendsprechstunde aussieht, ist immer von den Gegebenheiten vor Ort, den Themen und den Beteiligten abhängig. In der Regel ist die Hauptmethode in einer Sprechstunde selbstverständlich das Gespräch. Es sollte allerdings darauf geachtet werden, aktivierende und auflockernde Elemente sowie möglicherweise Artikulationsalternativen zum Gespräch einzubauen, um auch sprachlich unsicheren Kindern und Jugendlichen Meinungsäußerungen zu erleichtern.
5. Das Protokoll
Nach jeder Sprechstunde muss ein Protokoll angefertigt werden. Dies wird sowohl den Kindern und Jugendlichen zugeschickt, die an der Sprechstunde teilgenommen haben, als auch an die zuständigen Stellen weitergeleitet (Ausschüsse, Schulen, Einrichtungen...), die die Ergebnisse umsetzen sollen.
Für welche Situationen geeignet?
a) wenn ein regelmäßiger Kontakt zwischen Kindern/Jugendlichen und der Gemeinde stattfinden soll
b) zur gegenseitigen Information: Was interessiert zur Zeit Kinder/Jugendliche und was passiert gerade in der Gemeinde?
c) als Grundlage für weitere Beteiligungsprojekte
d) zur Problemlösung und Problemprophylaxe im kommunalen Raum
keine
je nach Durchführung
keine
keine Angaben
kein Beispiel vorhanden