Kinderrechte in Deutschland
Engagement – Information – Vernetzung

Lisa Fischer

Fachstelle Kinder- und Jugendbeteiligung

030 - 30 86 93-38
ÜBER Die Initiative

Starke Kinder- und Jugendparlamente

Das Projekt Starke Kinder- und Jugendparlamente im Deutschen Kinderhilfswerk ist eine Maßnahme der gemeinsamen Jugendstrategie der Bundesregierung (im Handlungsfeld Beteiligung, Engagement und Demokratie) und deren Zielsetzung, „Jugendliche für Politik [zu] begeistern und die Akzeptanz unserer Demokratie [zu] stärken“.
Ziel ist es, dass die über 500 Kinder- und Jugendparlamente in Deutschland sichtbar gemacht werden und öffentliche Aufmerksamkeit sowie Wertschätzung erhalten. Mit dem Projekt soll die Rolle von Kinder- und Jugendparlamenten als wichtiger Bestandteil eines vielfältigen Beteiligungsangebotes für junge Menschen auf kommunaler Ebene gestärkt werden.

Die drei Schwerpunkte des Projektes sind: Beratung – Vernetzung – Unterstützung

für die Zielgruppen: Kinder- und Jugendparlamente, Kommunen mit und ohne Kinder- und Jugend­parlamenten, Verwaltung, Fachkräfte und Betreuende sowie Politikerinnen und Politiker auf kommunaler Ebene.

Mit dem Projekt soll nicht nur erörtert werden, was starke Kinder- und Jugendparlamente ausmacht und wie sie arbeiten (Qualitätsmerkmale). Vor allem soll identifiziert, wel­che Faktoren – Ge­lin­gens­be­din­gun­gen – notwendig sind, um Kinder- und Jugendparlamente und andere Kinder- und Jugendgremien stark zu machen.
Wichtige Erkenntnisse sollen in die Beratung und Förderung von Kommunen mit einem Gründungsinteresse sowie Kinder- und Jugendparlamenten mit Herausforderungen fließen.

Der Fokus auf die kommunale Ebene ist dabei besonders wichtig, da es den unmittelbaren Lebensraum von Kindern und Jugendlichen darstellt. Weiterhin haben die Kinder- und Jugendparlamente, die auf kommunaler Ebene agieren, die größte Nähe zum politischen und parlamentarischen System.

Übergeordnetes Ziel ist die Förderung und Stärkung von Beteiligungslandschaften auf kommunalpolitischer Ebene in Deutschland und die Kompetenzentwicklung aller beteiligten Akteure: Kinder und Jugendliche, Fachkräfte sowie Entscheidungsträgerinnen und Entscheidungsträger.

Das Projekt wird gefördert vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend.

Kontakt

Starke Kinder- und Jugendparlamente
Servicestelle Kinder- und Jugendparlamente

Ansprechpersonen

Britta Kaufhold
E-Mail: kaufhold@dkhw.de
Tel: 030 – 308 693-64

Lisa Fischer
E-Mail: fischer@dkhw.de
Tel: 030 – 308 693-38
Beratung

Kommunen – Politische Entscheidungsträgerinnen und -träger, Fachkräfte, Verwaltung sowie Kinder und Jugendliche - mit und ohne Kinder- und Jugendparlament – können eine Beratung durch die Servicestelle in Anspruch nehmen. Dies kann in der Gründungsphase oder bei Schwierigkeiten in der Arbeit und dem Erhalt eines Kinder- und Jugendparlamentes in Anspruch genommen werden.

Welche Beratungsangebote gibt es?

Entweder kann eine unmittelbare Beratung und Unterstützung vermittelt werden, beispielweise über zentrale Fach- und Servicestellen in den Bundesländern oder über Multiplikatorinnen und Multiplikatoren aus dem bundesweiten Netzwerk.

Oder die Vertreterinnen und Vertreter der Kommune nehmen an festen Beratungsangeboten im Rahmen des Projektes teil:

Das Beratungsangebot, in Form von Workshops, wird nach Möglichkeit im Tandem von erwachsenen Vertreterinnen und Vertretern der Kommune (z.B. aus der Verwaltung oder pädagogische Fachkräfte) gemeinsam mit jugendlichen Vertreterinnen und Vertretern aus Kinder- und Jugendparlamenten oder einer Kommune ohne Gremium im Tandem durchgeführt. Es reagiert auf konkrete Bedarfe. Die Tandems lassen sich zu Multiplikatorinnen und Multiplikatoren qualifizieren und werden in einem Workshop auf eine Beratungsaufgabe in der Kommune vorbereitet.

Dabei erhalten sie u.a. Impulse zu den ersten Schritten sowie einzelnen Methoden  (bspw. Pressearbeit, Politische Arbeit, Moderation, digitale Beteiligung).
 

Vernetzung

Zur Kompetenzentwicklung, der kollegialen Beratung und zur Stärkung des Selbstverständnisses – des Wir-Gefühls – liegt ein Schwerpunkt des Projektes auf der Vernetzung der Vertreterinnen und Vertreter von Kinder- und Jugendparlamenten und anderer Gremien sowie der Fachkräfte und Personen aus Politik und Verwaltung.

Bundesweite Vernetzung
In 2019 haben sich auf insgesamt drei Vernetzungstreffen Vertreterinnen und Vertreter von Kinder- und Jugendparlamenten und anderer Gremien sowie Fachkräfte ausgetauscht, Erfahrungen und Wissen geteilt sowie gemeinsam Vernetzungsmöglichkeiten und Unterstützungsbedarfe erarbeitet. Für die Fachkräfte fand ein bundesweites Treffen statt und mit Vertreterinnen und Vertreter von Kinder- und Jugendgremien wurden zwei regionale Treffen durchgeführt.

Landesweite Vernetzung
Die Vernetzung von Kinder- und Jugendparlamenten wird weiterhin ein Schwerpunkt des Projektes Starke Kinder- und Jugendparlamente sein.
Die grundlegende Ziele dabei sind die Stärkung des Wir-Gefühls der Gremien untereinander sowie das Bilden einer starken Community. Der Fokus liegt dabei auf der Kooperation mit existierenden Vernetzungstreffen von Kinder- und Jugendparlamenten sowie dem Anregen weiterer Vernetzungsstrukturen für Kinder- und Jugendparlamente auf Landesebene. Mehr lesen

Wissen und Material

Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf dem Wissenstransfer rund um das Thema Kinder- und Jugendbeteiligung und der Erarbeitung von Materialien für Kinder- und Jugendparlamente, Fachkräfte, Politik und Verwaltung.

Durch die wissenschaftliche Begleitung durch Prof. Dr. Waldemar Stange und Prof. Dr. Roland Roth wird das bereits in 2018 und 2019 durchgeführte Forschungsprojekt „Repräsentative Beteiligungsformate auf kommunaler Ebene“ fortgeführt, um weitere wissenschaftliche Erkenntnisse zur Arbeits- und Funktionsweise der Kinder- und Jugendparlamente in Deutschland zu gewinnen. Die Ergebnisse werden in Form einer Studie veröffentlicht. Weiterhin sind aus den ersten Ergebnissen bereits erste Erkenntnisse in Form von Qualitätsmerkmalen und Gelingensbedingungen für Kinder- und Jugendparlamente auf kommunaler Ebene entstanden.

Im Rahmen des Projektes werden weitere Materialien und Informationen für Kinder- und Jugendparlamente und Kommunen entwickelt.

Die Kinderpolitische Landkarte als umfangreiche Datenbank informiert über verschiedene Beteiligungsangebote in Deutschland. Hier kann man sich einen umfangreichen bundesweiten Überblick zu Kinder- und Jugendparlamente, Kinder- und Jugendbeauftragten, Jugendlandtagen und anderen Beteiligungsformen verschaffen.

Informationen in Form von Ländersteckbriefen zur Situation von Kinder- und Jugendparlamenten, Ansprechpersonen, der gesetzlichen Lage etc. in den einzelnen Bundesländern werden auf der Projektseite unter Wissen und Material angeboten.

Studien, Links und Materialien rund um das Thema Kinder- und Jugendbeteiligung, mit dem Fokus auf Kinder- und Jugendparlamenten, gibt es unter Wissen und Material zu finden. Mehr lesen

Jugendbeirat

Junge Vertreterinnen und Vertreter bringen im Kinder- und Jugendbeirat des Projektes Starke Kinder- und Jugendparlamente ihre Expertise und Erfahrungen aus der Gremienarbeit auf kommunalpolitischer Ebene ein und stehen dem Projekt begleitend und vor allem beratend zur Seite.
Der Jugendbeirat besteht aus 10 bis 16 engagierten Jugendlichen zwischen 14 und 21 Jahren aus Kinder- und Jugendparlamenten aus ganz Deutschland, einer Vertreterin bzw. einem Vertreter pro Bundesland. Sie treffen sich zweimal im Jahr.

Die Vertreterinnen und Vertreter des Jugendbeirates beraten das Projekt Starke Kinder- und Jugendparlamente und schätzen ein, wie die Projektinhalte auf Kinder- und Jugendparlamente wirken. Sie machen Vorschläge, wie die Interessen von Kinder- und Jugendparlamenten durch das Projekt noch stärker unterstützt werden können und vertreten die Meinung des Jugendbeirates auf öffentlichen Veranstaltungen. Mehr lesen

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