Kinderrechte in Deutschland
Engagement – Information – Vernetzung

Für eine vielfältige Beteiligungslandschaft auf kommunaler Ebene

Starke Kinder- und Jugendparlamente

Beteiligungsrechte von Kindern und Jugendlichen sind auf kommunaler Ebene in den Gemeinde­ord­nun­gen und diversen Gesetzen unterschiedlich verankert. Zum Teil wird in den Ge­mein­de­ord­nun­gen auch auf Kinder- und Jugendgremien eingegangen oder vorgegeben, eine an­ge­mes­sene Form der eigenständigen Mitwirkung von Kindern und Jugendlichen in der Gemeinde zu finden. Außerdem existieren in vielen Bundesländern und Gemeinden bereits Netzwerke von Kinder- und Jugend­gre­mien sowie Anlaufstellen und Interessenvertretungen zur Unterstützung. Auch das Verständnis, die Struktur und die Ausgestaltung von Kinder- und Jugendgremien, oder speziell Kinder- und Jugendparlamenten sind von Fall zu Fall unterschiedlich. Der Begriff Kinder- und Jugendparlament wird oft verwendet – doch stecken dahinter zahlreiche unterschiedliche Gestaltungsmöglichkeiten. Wie setzen sich die Gremien zusammen? Findet eine Wahl statt? Wie wird diese durchgeführt? Welche Arbeitsweise hat sich das Kinder- und Jugend­par­la­ment vorgeschrieben? Tagt das Gremium und erarbeitet und bearbeitet Anträge oder wird darüber hinaus auch in Arbeitsgruppen gearbeitet? Gibt es ein Budget? Existiert eine Satzung? Mit diesen und vielen weiteren Fragen haben wir uns beschäftigt und über 500 Kinder- und Jugendgremien dazu befragt.

Mit dem Projekt „Starke Kinder- und Jugendparlamente“ möchten wir nicht nur der Frage nachgehen, was starke Kinder- und Jugendparlamente sind und wie sie arbeiten. Vor allem wollen wir identifizieren, wel­che Faktoren – Gelingensbedingungen – notwendig sind, um Kinder- und Jugendparlamente und andere Kinder- und Jugendgremien stark zu machen. Der Fokus auf die kommunale Ebene ist uns besonders wichtig, da sich zunächst hier das Leben von Kindern und Jugendlichen abspielt.

Kinder- und Jugendparlamente und andere Gremien sind dabei Teil einer vielfältigen Betei­li­gungs­land­schaft auf kommunaler Ebene.

Der Fokus liegt dabei auf Kinder- und Jugendparlamenten und Jugendforen aus „Demokratie leben!“. Grundsätzlich werden jedoch sämtliche repräsentative Beteiligungsformate in den Blick genommen.

WAS PASSIERT IM PROJEKT „STARKE KINDER- UND JUGENDPARLAMENTE“?

Vernetzungstreffen – bundesweit und regional

Auf insgesamt drei Vernetzungstreffen können sich Vertreterinnen und Vertreter von Kinder- und Jugendparlamenten und anderer Gremien sowie Fachkräfte (wie Betreuerinnen und Betreuer von Kinder- und Jugendgremien) austauschen, Er­fah­rungen und Wissen teilen sowie gemeinsam Vernetzungsmöglichkeiten und Un­ter­stüt­zungs- und Fortbildungsbedarfe erarbeiten. Für die Fachkräfte wird ein bundesweites Treffen stattfinden und mit Vertreterinnen und Vertretern von Kinder- und Jugendgremien werden zwei regionale Treffen veranstaltet.

Zur konkreten Planung der Treffen werden Vertreterinnen und Vertreter von Kinder- und Jugendgremien involviert sein.

Auf drei Vernetzungstreffen können sich Vertreterinnen und Vertreter bzw. Betreuerinnen und Betreuer von Kinder- und Jugendparlamenten 2019 austauschen:

Vernetzungstreffen Süd – Starke Kinder- und Jugendparlamente
TERMIN: am 26. Oktober 2019
ORT: im E-Werk in Erlangen
DAS PROGRAMM:  hier zum Download (PDF)
ANMELDUNG:  für Kinder und Jugendliche
ANMELDUNG:  für erwachsene Betreuungspersonen 
 

Vernetzungstreffen Nord – Starke Kinder- und Jugendparalamente
TERMIN: am 16. November 2019
ORT: im Haus der Jugend in Hannover
DAS PROGRAMM: hier zum Download (PDF)
ANMELDUNG:  für Kinder und Jugendliche
ANMELDUNGfür erwachsene Betreuungspersonen
Anmeldungen bitte bis zum 10. November 2019.     

Außerdem gibt es ein:

Bundestreffen für Betreuerinnen und Betreuer von Kinder- und Jugendparlamenten
TERMIN: am 11. November 2019
ORT: im Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend in Berlin
DAS PROGRAMM: hier zum Download (PDF)
ANMELDUNG: für Betreuerinnen und Betreuer von Kinder- und Jugendparlamenten

Weitere Informationen zu den Veranstaltungen sind zu finden im Save the Date.


Forschungsprojekt: Repräsentative Beteiligungsformate

Für das Feld der Kinder- und Jugendbeteiligung,  ist es notwendig und sinnvoll, durch Forschung Erkenntnisse zu erzielen, die anschließend an Fachkräfte der Praxis sowie Kinder und Jugendliche vermittelt werden. Das Forschungsteilprojekt „Repräsentative Beteiligungsformate auf kommunaler Ebene“ konnte hier erste Ergebnisse vorlegen. In der Folge ist es notwendig, weitere Beteiligungsformen in den Blick zu nehmen. Es soll nun in lokalen Fallstudien die Gesamtstruktur der Partizipation vor Ort untersucht und dabei auch das Verhältnis der Jugend­par­la­men­te zu den Jugendforen aus „Demokratie Leben!“ in den Blick genommen werden. Somit kön­nen lang­fristig auch Unterstützungsangebote identifiziert und konzipiert werden.

Das Forschungsprojekt wird in Zusammenarbeit mit der Leuphana Universität Lüneburg, koordiniert durch Prof. Dr. Waldemar Stange und in Zusammenarbeit mit Prof. Dr. Roland Roth, durchgeführt.


Gelingensbedingungen und FAQ

Aus den Ergebnissen des Forschungsprojektes und in engem Dialog mit Kinder- und Jugend­parlamenten werden Gelingensbedingungen für Kinder- und Jugendparlamente und andere Gremien auf kommunaler Ebene erarbeitet.

Weiterhin wird in FAQ zu Kinder- und Jugendparlamenten und anderen Gremien Antworten auf häufig gestellte Fragen gegeben. Die FAQ werden derzeit noch erarbeitet. Sollten bereits Fragen im Raum stehen, kann man uns diese gern per
E-Mail zusenden.


Informationen

Auf der Webseite gibt es – nach Bundesländern sortiert – viele Informationen zu Kinder- und Jugendparlamenten  zur gesetzlichen Lage, Fördermöglichkeiten, Ansprechpartnern etc. Die Informationen werden in Kürze hier zu finden sein.

Weiterhin bietet die Kinderpolitische Landkarte einen Überblick über Kinder- und Jugendparlamente sowie Initiativen, Einrichtungen, Vereine u. ä. in Deutschland, die sich mit Kindern und für Kinder engagieren.