Kinderrechte in Deutschland
Engagement – Information – Vernetzung

Elisa Bönisch

Leiterin Fachstelle Kinderrechtebildung

030 - 308693-28

Unsere Kitas stellen sich vor

Das sind unsere Modellkitas aus dem Projekt für die erste Phase. In dieser Phase werden alle vier Kitas von erfahrenen Multiplikatorinnen und Multiplikatoren, je nach vorhandener Vorbildung der Kitas, in den Bereichen Partizipation und Mitbestimmung bzw. vorurteilsbewusste Bildung und Erziehung fortgebildet. 

Kita „Bussi Bär“ in Magdeburg

Seit 2012 hat die Kita eine eigene Kita-Verfassung, in der die Partizipationsrechte der Mädchen und Jungen festgeschrieben und offen gelegt sind. Die Mitbestimmung aller Kinder wird hier schon lange großgeschrieben. 
Träger: Independent Living, Kindertagesstätten für Sachsen-Anhalt gGmbH
Plätze:  160 Kinder
Konzept: offener Ansatz
Vorbildung:  Partizipation in der Kita ("Die Kinderstube der Demokratie")
Besonderheiten: verschiedene Funktionsräume für die individuellen Bedürfnisse und 4.000 m² großer Garten

Die Kinder haben hier nicht nur das Recht auf Beteiligung, sondern auch auf Beschwerde.
Strahlende Kinderaugen sind der schönste Dank für unsere Arbeit.

Wir sehen in der Teilnahme an dem Projekt „bestimmt bunt – Vielfalt und Mitbestimmung in der Kita“ eine Chance, alle Teammitglieder für das Thema Vorurteilsbewusste Erziehung zu sensibilisieren. Die Wahrnehmung und Wertschätzung der vielfältigen Identitäten der Kinder und ihrer Familien wollen wir bewusster in unser pädagogisches Handeln einfließen lassen.“
(Einrichtungsleitung Beate Vogler)

Welches Kinderrecht ist dem Team besonders wichtig?
Das Recht auf Fürsorge sowie das Recht auf Schutz vor Gewalt liegen uns besonders am Herzen.

Als Multiplikatorinnen arbeiten in der Kita Bussibär Nuran Ayten und Andrea Rösner.


Kita „Fliederhof II“ in Magdeburg

Die integrative Kita hat gute personelle und räumliche Bedingungen im Hinblick auf die Verwirklichung von Inklusion. Die Kita-Verfassung ist hier fest im Alltag der Einrichtung verankert.
Träger: Independent Living, Kindertagesstätten für Sachsen-Anhalt gGmbH
Plätze: 140 Kinder
Konzept: offener Ansatz
Vorbildung: Partizipation in der Kita ("Die Kinderstube der Demokratie")
Besonderheiten: Alle Räume sind behindertengerecht ausgestattet. Es sind Kooperationen mit anderen Instituten (Logopädie, Frühförderung, Ergotherapie) vorhanden.

Sie haben den Anspruch, allen Kindern gerecht zu werden, Bedürfnisse und Wünsche zu berücksichtigen.
Wir wünschen uns glückliche und zufriedene Kinder, die sich in unserer Kita-Gemeinschaft in verschiedenen Bereichen des Lebens ausprobieren können, um gut gewappnet die folgende Entwicklungsetappe „Schule“ antreten zu können.

„Wir nehmen am Projekt teil, um unsere Teamprozesse zu stärken und uns als Gemeinschaft weiterzuentwickeln. Wir möchten unser Hintergrundwissen erweitern und den IST-Zustand ermitteln, was uns in der vorurteilsbewussten Erziehung bereits gelingt bzw. woran wir noch arbeiten müssen.“
(
Einrichtungsleitung Inge Hinz)

Welches Kinderrecht ist dem Team besonders wichtig?
Der Artikel 2 der UN-Kinderrechtskonvention: Alle Kinder haben ein Recht auf gleiche Behandlung.

Als Multiplikatorinnen arbeiten in der Kita Fliederhof II Astrid Grabner und Gabriele Koné.


Kita „Hochkirchstraße"in Berlin-Schöneberg

Die Kita sieht sich als offenes und buntes Haus, in der die Vielfalt aller Familien und Mitarbeiterinnen geschätzt wird. Die kulturelle Bildung ist ein Schwerpunkt in der täglichen Arbeit.
Träger: FiPP e.V.
Plätze: 85 Kinder
Konzept: halboffene Arbeit
Vorbildung: vorurteilsbewusste Bildung und Erziehung
Besonderheiten: ein großzügiger Gartenbereich mit Versteckmöglichkeiten und verschiedenen Extras (Feuerstelle, Schlittenhügel, Atelier, Bienenstock)

Auf eine gute Beziehungsqualität als verbindendes, gemeinschaftliches Element wird geachtet.

„Die Projektteilnahme baut nach unserer Meinung gut auf dem Vielfaltsansatz von Kinderwelten auf und unterstützt uns dabei, die Beteiligung der Kinder noch besser zu implementieren.“
(Einrichtungsleitung Tanja Kaether)

Welches Kinderrecht ist dem Team besonders wichtig?
Das Recht auf freie Meinungsäußerung. 

Als Multiplikator/innen arbeiten in der Kita Hochkirchstraße Sabine Redecker und Daniel Frömbgen.


Kita „Kleine Weltentdecker“ in Berlin-Hellersdorf

In der Kita wurden schon wichtige Grundsteine der Partizipation für die Arbeit mit den Kindern gelegt. Kinder werden in Projekten herausgefordert, selbstbestimmt und eigenständig zu arbeiten.
Träger: FiPP e.V.
Plätze: 190 Kinder
Konzept: halboffene bis offene Arbeit durch fünf Abteilungen mit verschiedenen Funktionsräumen
Vorbildung: vorurteilsbewusste Bildung und Erziehung
Besonderheiten: vielfältige Aktivitäten bei jedem Wetter durch mehrere Bewegungsräume mit unterschiedlichen Ausrichtungen (Psychomotorik, Turnen, Yoga, Erlebnisbad), ein sehr groß angelegter Garten

Es bereitet ihnen eine Freude, die Kinder in ihrer Selbstständigkeit und ihrem Streben nach Selbstbestimmung zu unterstützen, mit ihnen vielfältige Projekte zu gestalten und die Raumnutzung stetig nach den Bedürfnissen der Kinder umzugestalten. Alle Kinder in ihrer Individualität und Einzigartigkeit wahrzunehmen und zu fördern.

„Wir wollen lernen, wie wir und wo wir die Beteiligung der Kinder erhöhen und ermöglichen können. Es bestehen noch Ängste bei den Erzieher/innen, dies auf alle Bereiche auszudehnen. Wir wünschen uns Handwerkszeug für die praktische Arbeit, welches uns Anregungen und ein Stück Sicherheit in der praktischen Durchführung gibt.“
(
Einrichtungsleitung Martina Junius)

Welches Kinderrecht ist dem Team besonders wichtig?
Das Recht auf eine eigene Meinung und darauf, sich zu informieren, sich anderen mitzuteilen, gehört zu werden und sich zu versammeln.

Als Multiplikatorinnen arbeiten in der Kita Kleine Weltentdecker Kari Bischof-Schiefelbein und Anke Petersen.

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